Vertragsärzt:innen und Kliniken für Ausweitung des ambulanten Operierens // Unterschiedliche Ansätze zur Vergütungssystematik

Gemeinsame Medieninformation / Erste Befragungsergebnisse zu einer einheitlichen sektorengleichen Vergütung

Weniger einig sind sich beide Versorgungsbereiche hingegen bei der Frage, wie ein sektorengleiches Vergütungskonzept bezogen auf die Personalkosten ausgestaltet sein soll. Während 36 Prozent der Kliniken eine pauschalierte Vergütung bevorzugen würden, votieren nur 11 Prozent der Vertragsärzt:innen für diese Option. 42 Prozent der Vertragsärzt:innen würden sich demgegenüber für eine einzelleistungsorientierte Vergütungssystematik aussprechen, während dies nur bei 18 Prozent der Krankenhäuser auf Zustimmung trifft.

Das sind die zentralen Ergebnisse einer Befragung unter operativ tätigen Vertragsärzt:innen und Krankenhäusern, die das Deutsches Krankenhausinstitut (DKI) und das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) im Rahmen des Innovationsfondsprojekts „Einheitliche, sektorengleiche Vergütung (ESV)“ aktuell ausgewertet hat. In einem nächsten Schritt wird nun die Positionierung der gesetzlichen Krankenkassen mittels einer weiteren Befragung erfasst. Insgesamt geht das ESV-Projekt der Frage nach, wie zukünftig ein einheitliches, sektorengleiches Vergütungssystem für Leistungen in Deutschland ausgestaltet sein kann, die sowohl ambulant wie stationär erbracht werden können. Ziel des Projekts ist es, einen konkreten Vorschlag für ein solches Vergütungssystem vorzulegen. Die Anforderungen an das Vergütungsmodell, die aus der Befragung der Vertragsärzt:innen, Krankenhäuser und gesetzlichen Krankenkassen resultieren, sollen bei der Ausarbeitung des Vorschlages für ein einheitliches, sektorengleiches Vergütungssystem berücksichtigt werden. Das Projekt wird seit 2019 durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert und endet voraussichtlich Ende 2022. Das Forschungskonsortium wird durch das Hamburg Center for Health Economics der Universität Hamburg (HCHE, Prof. Dr. Jonas Schreyögg, Konsortialführung) geleitet. Beteiligte Partner sind das Zi, das DKI, die Technischen Universität Berlin (Prof. Dr. Reinhard Busse) und der BKK Dachverband e.V..

"Uns ist es sehr wichtig die unterschiedlichen Seiten bei der nun anstehenden Konzeption eines Vorschlags für eine sektorengleiche Vergütung einzubeziehen Die Befragung liefert uns dafür wertvolle Ergebnisse", sagte Prof. Dr. Jonas Schreyögg, Konsortialführer und wissenschaftlicher Direktor des HCHE.

Ansprechpartner für die Presse im Namen aller Projektpartner

Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland (Zi)
Daniel Wosnitzka
Leiter Stabsstelle Kommunikation / Pressesprecher
Salzufer 8, 10587 Berlin
Tel: +49 30 4005 2449, Fax: +49 30 4005 2490
presse@zi.de
www.zi.de

Deutsches Krankenhausinstitut (DKI)
Robin Heber

Geschäftsbereich Forschung
Hansaallee 201, Haus 1, 40549 Düsseldorf

Tel.: +49 211 470 51 54 // +49 171 8375287, Fax: +49 211 470 51 19
robin.heber@dki.de
www.dki.de

Hamburg Center for Health Economics
Universität Hamburg

Andrea Bükow

Geschäftsführung
Esplanade 36, 20354 Hamburg
Tel.: +49 40 42838 9515, Fax: +49 40 42838 8043
presse@hche.de

www.hche.de

 

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