Aktuelles Projekt

EPOCHAL - Effizienz, Akzeptanz, Auswirkungen des digital gestützten Medikationsprozesses an Schnittstellen von stationärer und ambulanter Versorgung

Beginn: März 2026
Ende: Februar 2029

Partner:
Johanniter-Kliniken Hamm GmbH / Klinikum Mittelbaden gGmbH / Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf / Universitätsklinikum Heidelberg / Universitätsklinikum Köln

Hintergrund

Mehr als 75 Prozent der Bevölkerung nehmen Medikamente ein, mehr als die Hälfte der älteren Menschen sogar 5 oder mehr. Eine falsche Übermittlung von Medikationsdaten ist ein Risikofaktor, der insbesondere bei Krankenhausaufnahmen und -entlassungen auftritt und zu Behandlungsfehlern führen kann. Um dieses Risiko zu reduzieren, wird im Jahr 2026 der digital gestützte Medikationsprozess (dgMP) in der elektronischen Patientenakte eingeführt. Ziel ist es, die Daten des eRezeptes in einer Medikationsliste darzustellen und einen aktuellen und vollständigen eMedikationsplan zu schaffen.


Ziel

Die Ergebnisse tragen dazu bei, dass den Kliniken Hinweise zur erfolgreichen Einführung und Nutzung des dgMP zu geben. Auch Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Funktionalitäten des dgMP können identifiziert werden. Dadurch könnte das Risiko von Medikationsabweichungen gesenkt und die Zufriedenheit der Betroffenen sowie der Leistungserbringer mit dem neuen Prozess gestärkt werden.


Methode

Das Projekt EPOCHAL knüpft an diese Neueinführung an und untersucht, welche Auswirkungen die Einführung des dgMP auf den Prozess zur Übermittlung von Medikationsdaten bei der Aufnahme und Entlassung aus dem Krankenhaus hat. Dazu werden der Aufwand und die Qualität im neuen Prozess ermittelt und die Zufriedenheit der Betroffenen sowie der Leistungserbringer aus Krankenhäusern, Arztpraxen und Apotheken überprüft. Zu Beginn der Studie werden die Prozesse bei Aufnahme und Entlassung mit und ohne dgMP in 5 Kliniken mit angrenzenden Arzt- und Apothekennetzwerken vor Ort erhoben. Die Ergebnisse werden in Expertenworkshops diskutiert und erste Handlungsempfehlungen abgeleitet. Im Anschluss erfolgt eine bundesweite Befragung der Kliniken zur Überprüfung dieser Empfehlungen sowie zur Umsetzung und Nutzung des dgMP. Abschließend werden alle Ergebnisse zusammengetragen, um Handlungsempfehlungen für alle Klinken abzuleiten.


Gefördert durch:
GBA-Innovationsfonds Förderkennzeichen: 01VSF25046
Projektbearbeitung:
Dr. Petra Steffen / Ann Katrin Parloh / Silke May

Projektleitung

Dr. Petra Steffen
Principal Research Managerin
Expertin Versorgungsforschung