DKI Blitzumfrage Krankenhäuser und die Mobilitätsprämie
Hintergrund
Durch die Bundesregierung wurde zum Ausgleich der gestiegenen Energiekosten angeregt, eine Mobilitätsprämie in Höhe von 1.000 Euro an die Beschäftigten auszuzahlen. Vor dem Hintergrund der schon seit Jahren bestehenden finanziellen Belastungen der Krankenhäuser und den Kürzungsvorschlägen der Finanzkommission stellt sich die Frage, ob die Krankenhäuser es sich leisten können, diese Mobilitätsprämie zu zahlen.
Methode
Repräsentative Blitzumfrage, an der sich bundesweit 222 Krankenhäuser beteiligten.
Ergebnisse
Die Krankenhäuser wurden gefragt, ob sie sich es leisten können, diese Mobilitätsprämie an ihre Beschäftigten auszuzahlen.
Fast alle befragten Einrichtungen (96 %) gaben an, dass sie die Mobilitätsprämie nicht auszahlen könnten. Nur wenige Krankenhäuser gehen davon aus, dass sie die Mobilitätsprämie wahrscheinlich (3 %) bzw. auf jeden Fall (0,6 %) auszahlen würden.
Kein Krankenhaus, welches in einer kreisfreien Großstadt oder in einem ländlichen Kreis mit Verdichtungsansätzen liegt, wird die Mobilitätsprämie ihren Mitarbeitenden zur Verfügung stellen können.
Fazit
Rund 1,4 Millionen Beschäftigte im Krankenhausbereich sind damit faktisch von der Mobilitätsprämie ausgeschlossen. Und das sind Mitarbeitende, die anders als Beschäftigte in anderen Branchen nicht im Homeoffice arbeiten können und auf tägliche Mobilität angewiesen sind. Eine Entlastung für die gestiegenen Energiekosten findet für diese Beschäftigte nicht statt.
Projektleitung