Neue Berufsbilder im OP: Nicht-ärztliche Chirurgie- und Anästhesie-Assistenz

Nicht-ärztliche Chirurgie- und Anästhesie-Assistenten übernehmen ausgewählte Aufgaben im OP, welche bislang Ärzten vorbehalten waren. Im Ausland sind entsprechende Berufsbilder weit entwickelt und etabliert. In Deutschland steckt diese Entwicklung noch in den Anfängen. Eine Studie des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) hat die Praxistauglichkeit von entsprechenden Modellen analysiert.

Im Bereich der nicht-ärztlichen Chirurgie-Assistenz existieren in Deutschland bereits verschiedene Aus- und Weiterbildungen sowie ein Bachelor-Studium. In der DKI-Studie wurden alle Absolventen der einschlägigen Qualifizierungswege schriftlich befragt. Die Ergebnisse belegen vorderhand eine gute Praxisbewährung:

Die nicht-ärztlichen Chirurgie-Assistenten werden entsprechend ihrem spezifischen Qualifikationsprofil primär für bislang ärztliche Tätigkeiten eingesetzt. Die Befragten berichten überwiegend von positiven Auswirkungen in der Krankenhauspraxis, etwa mit Blick auf die Qualität der Assistenzleistungen, die Entlastung des Ärztlichen Dienstes oder die Akzeptanz des OP-Personals.

Erste Ansätze der nicht-ärztlichen Anästhesie-Assistenz wurden in Deutschland nicht weiter verfolgt. Vor diesem Hintergrund untersucht die DKI-Studie einschlägige Berufsbilder aus den USA, Großbritannien und der Schweiz und ihre Übertragbarkeit auf hiesige Verhältnisse. Mittelfristig stellt sich auch hier, so das Fazit der DKI-Forscher, die Frage nach der Schaffung eines neuen Berufsbildes mit hinreichender Qualifizierung.

Die DKI-Studie "Nicht-ärztliche Chirurgie- und Anästhesie-Assistenz - Perspektiven für neue Berufsbilder im OP" ist als kostenloser Download unter www.dki.de verfügbar.

Ansprechpartner
Dr. Karl Blum
Leitung Forschung
E-Mal: karl.blum@dki.de
Telefon: 0211 / 47051-17

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