Abgeschlossenes Projekt

Quantitative Studie zu Lotsendiensten in Geburts- und Kinderkliniken als Angebot der Frühen Hilfen

Beginn: August 2021
Ende: Dezember 2022

Hintergrund

In den Geburts- und Kinderkliniken nehmen Lotsendienste eine wichtige Funktion im Rahmen der Frühen Hilfen ein. In Nordrhein-Westfalen wurden die Lotsendienste in den Geburts- und Kinderkliniken im Rahmen eines Landesmodellprogramms von 2010 bis 2012 erprobt. Die Lotsendienste, die sich in Folge in den Geburts- und Kinderkliniken etabliert haben, zeichnen sich trotz der übergeordneten Gemeinsamkeiten durch unterschiedliche Organisationsformen und -strukturen aus.


Methode

Mittels multiperspektivischer quantitativer Online-Befragungen in Geburts- und Kinderkliniken sowie den Kommunen wird die Ausgestaltung der Lotsendienste mittels verschiedener Aspekte und Themen erfasst.


Ergebnisse

In etwa der Hälfte der NRW-Krankenhäuser sind bereits Lotsendienste als Angebot der Frühen Hilfen, die psychosozial belastete Familien betreuen, etabliert. Die meisten Kliniken, die bisher keine Lots:innen in den Geburtshilfen und Pädiatrien einsetzen, haben Interesse an der Einführung von Lotsendiensten.

Die Kliniken sind mit der Umsetzung der Lotsendienste und ihrem Nutzen sehr zufrieden. Dieser spiegelt sich vor allem in der besseren Versorgung der psychosozial belasteten Familien sowie der Entlastung der Klinik-Mitarbeiter:innen wieder. Zentrale Hemmnisse bei der Ein- oder Weiterführung von Lotsendiensten sind primär die fehlende Re-Finanzierung sowie fehlende zeitliche und personelle Ressourcen.


Fazit

Der Umsetzungsstand der Lotsendienste als Angebot der Frühen Hilfen ist in den NRW-Kliniken bereits gut. Ein weitere Ausweitung und damit eine Fortschreibung des zu beobachtenden Trends zum Einsatz von Lots:innen scheint möglich. Hier scheint vor allem eine Re-Finanzierung des Angebots sowie die Unterstützung der Kliniken wirkungsvoll.


Weitere Informationen finden Sie hier in unserem PDF.

Gefördert durch:
Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Autor

Dr. Petra Steffen
Senior Research Managerin