Gutachten zur Datenerhebung und Datenauswertung zu Schulgeld, Schulkosten und Ausbildungsvergütung in den Gesundheitsfachberufen in Deutschland

Beginn: Dezember 2018

Ende: November 2019

Abgeschlossenes Projekt

Auftraggeber:

Bundesministerium für Gesundheit

Bearbeiter:

Dr. Matthias Offermanns, Dr. Karl Blum


Hintergrund

Laut Koalitionsvertrag der Bundesregierung für die 19. Legislaturperiode wollen die Koalitionäre die Ausbildung der Gesundheitsfachberufe neu ordnen. Vor allem soll das Schulgeld für die Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen abgeschafft werden. Im Rahmen des Gesamtkonzeptes spielt auch das Thema Ausbildungsvergütung eine Rolle.


Methode

Themenschwerpunkte des Gutachtens sind Schulgeld und Schulkosten sowie die Ausbildungsvergütungen. Methodisch kamen eine Befragung der Schulen mit Ausbildungen in den elf erfassten Gesundheitsfachberufen (u. a. MTA, PTA, Logopädie, Ergo- und Physiotherapie) und der für die Schulen des Gesundheitswesens zuständigen Landesministerien, Sekundäranalysen sowie eine Kostenschätzung der Ausbildungsvergütungen zum Einsatz.


Ergebnisse

Im Schuljahr 2018/2019 ist in 63 % der erfassten Ausbildungsgänge Schulgeld erhoben worden. Zwei von drei Schülern (65 %) haben in diesem Jahr Schulgeld von durchschnittlich 250 Euro pro Monat bezahlt. Darüber hinaus erheben die Schulen teilweise auch weitere Gebühren, wie Anmelde- oder Prüfungsgebühren.

Bundesweit haben zu Jahresbeginn 2019 89 % der Schüler in den elf erfassten Gesundheitsfachberufen keine Ausbildungsvergütung erhalten. Würden diese Auszubildenden alle nach den entsprechenden Tarifen des Tarifvertrags für Auszubildende des öffentlichen Dienstes für die Pflege (TVAöD-Pflege) bezahlt, lägen die Mehrkosten der Ausbildungsvergütungen bundesweit bei rund 816 Millionen Euro pro Jahr. Die Mehrkosten je Schüler würden rund 17.000 Euro pro Jahr betragen (jeweils Arbeitgeber-Bruttokosten).

 

 


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