Entlassmanagement im Krankenhaus

Beginn: Mai 2013

Ende: Juni 2014

Abgeschlossenes Projekt

Auftraggeber:

Deutsche Krankenhausgesellschaft www.dkgev.de

Bearbeiter:

Dr. Karl Blum (Deutsches Krankenhausinstitut)


Hintergrund

Mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz wurde der Anspruch der Patienten auf ein Versorgungsmanagement konkretisiert: Die Krankenhausbehandlung umfasst danach auch ein Entlassmanagement zur Lösung von Problemen beim Übergang in die Versorgung nach der Krankenhausbehandlung.


Methode

Mittels einer Repräsentativerhebung in deutschen Krankenhäusern sollte der Stand des Entlassmanagements sowie Verbesserungspotenziale in der Kooperation mit den Nachversorgern ermittelt werden. An der standardisierten schriftlichen Krankenhausbefragung bei allen deutschen Allgemeinkrankenhäusern ab 50 Betten beteiligten sich 673 Krankenhäuser (Rücklaufquote: 43%).


Ergebnisse

Drei von vier Krankenhäusern in Deutschland führen das Entlassmanagement mittels eines schriftlichen Standards durch. Zusätzlich zum Krankenhaussozialdienst, über den fast jedes Krankenhaus verfügt, haben 44% der Kliniken eine spezielle Organisationseinheit oder Stelle für das Entlassmanagement. 82% der Krankenhäuser verfügen über speziell qualifizierte Fachkräfte für das Entlassmanagement (z.B. Case Manager).

Vor allem mit ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie mit stationären Rehabilitationseinrichtungen gibt es standardmäßig oder häufig ein standardisiertes Entlassmanagement bei Patienten mit entsprechendem Versorgungsbedarf. Dies ist in jeweils rund 85% der Krankenhäuser der Fall.

Probleme im Entlassmanagement gibt es u.a. in der Medikamentenversorgung im Anschluss an die Krankenhausbehandlung. Die größten Probleme bilden hier die fehlenden Verordnungsmöglichkeiten des Krankenhausarztes und die fehlende Finanzierung bei Mitgabe der Medikamente.

Jeweils ca. 80-90% der Krankenhäuser bewerteten die Zusammenarbeit mit ambulanten und stationären Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Hospizen im Rahmen des Entlassmanagements als gut oder sehr gut. Kritischer wird dagegen die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten beim Entlassmanagement gesehen.


Fazit

Entlassmanagement ist in deutschen Krankenhäusern gelebte Praxis. Gegenüber früheren DKI-Erhebungen zeigen die Ergebnisse der aktuellen Befragung deutliche Verbesserungen in der krankenhausinternen Organisation des Entlassmanagements und der Patientenüberleitung. Im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses sollte das Entlassmanagement künftig noch stärker mit denen evaluiert werden, die an der weiteren Patientenversorgung beteiligt sind.


Weitere Informationen finden Sie hier in unserem PDF.

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