Abgeschlossenes Projekt

DKI Blitzumfrage: Drängende Problemlagen deutscher Krankenhäuser

Beginn: September 2022
Ende: September 2022

Hintergrund

Derzeit ist die Situation in den Krankenhäusern durch zahlreiche Problemlagen gekennzeichnet, wie Preissteigerungen in der Energieversorgung und bei anderen Sachkosten, Personalausfällen, Liquiditätsproblemen etc. Die Umfrage des Krankenhaus-Pools wirft ein Blitzlicht auf diese Herausforderungen.


Methode

Repräsentativbefragung im DKI Krankenhaus-Pool, einem Online-Tool für Blitzumfragen zu tagesaktuellen Themen. An der Befragung beteiligten sich bundesweit 274 Krankenhäuser ab 50 Betten.


Ergebnisse

Aktuell fühlen sich 93 % der deutschen Krankenhäuser von der Bundesregierung nicht hinreichend unterstützt. Angesichts einer äußerst angespannten personellen und wirtschaftlichen Lage halten sie eine grundlegende Struktur- und Finanzierungsreform im Krankenhausbereich für dringend notwendig.

95 % der Befragten beklagen teilweise deutlich höhere Personalausfälle in patientennahen Bereichen als sonst um diese Zeit üblich. Dies könnte Einschränkungen in der Patientenversorgung nach sich ziehen. Für den kommenden Herbst erwarten 78 % der Krankenhäuser, vermehrt planbare Operationen und Eingriffe verschieben zu müssen.

Fast kein Krankenhaus kann die aktuellen Kostensteigerungen aus den regelhaften Erlösen dauerhaft finanzieren. Zusätzlich konnten 87 % der Häuser in den vergangenen zwei Jahren keine ausreichenden Rücklagen bilden. Daher ist die Liquiditätssituation der Krankenhäuser momentan sehr angespannt. 39 % der Krankenhäuser beurteilen ihre Liquidität als kritisch.


Fazit

Die Ergebnisse der aktuellen Blitzumfrage unterstreichen den politischen Reformbedarf in der Krankenhausversorgung. Die Bundesregierung und die von ihr eingesetzte Regierungs-kommission sind aufgefordert, hier endlich die Weichen für eine auskömmliche Finanzierung und hinreichende Personalausstattung der Krankenhäuser zu stellen.


Weitere Informationen finden Sie hier in unserem PDF.

Gefördert durch:
Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)

Projektleitung

Dr. Karl Blum
Vorstand, Deutsches Krankenhausinstitut e.V. Leiter Geschäftsbereich Forschung