Abgeschlossenes Projekt

DKI Blitzumfrage: Aktuelle Bürokratiebelastung in den Krankenhäusern 2025

Beginn: September 2025
Ende: September 2025

Hintergrund

In der gesundheitspolitischen Diskussion wird seit längerem die Belastung des Krankenhauspersonals durch einen hohen bürokratischen Dokumentationsaufwand thematisiert. Betroffen sind dabei nicht nur die Mitarbeiter in der Verwaltung, sondern insbesondere auch die patientennahen Berufsgruppen wie Ärzte und Pflegekräfte. 


Methode

Repräsentative Blitzumfrage, an der sich bundesweit 400 Krankenhäuser beteiligten.


Ergebnisse

Ärzte und Pflegekräfte in den deutschen Krankenhäusern verbringen im Schnitt ein Drittel ihrer täglichen Arbeitszeit mit Dokumentationsaufgaben und Nachweispflichten. Fast drei Stunden täglich sind sie mit Dokumentationen und Nachweisen beschäftigt. Rein rechnerisch sind rund 137.000 Pflegekräfte und 66.300 Ärzte ausschließlich mit Dokumentationstätigkeiten befasst.

Würde man beispielsweise den Dokumentationsaufwand um durchschnittlich eine Stunde pro Tag und Vollkraft reduzieren, stünden rein rechnerisch rund 22.000 Ärzte und fast 49.000 Pflegekräfte für patientennahe Tätigkeiten in Behandlung und Pflege zusätzlich zur Verfügung.


Fazit

In erster Linie ist die zunehmende Bürokratisierung im Krankenhaus Folge externer Dokumentationsanforderungen und Nachweispflichten von Politik, Selbstverwaltung, Kostenträgern und Medizinischem Dienst. Durch einen gezielten Bürokratieabbau können die genannten Akteure das Krankenhauspersonal entlasten und damit die Patientenversorgung verbessern.



Gefördert durch:
Deutsche Krankenhausgesellschaft
Projektbearbeitung:
Dr. Karl Blum / Katharina Ludwig

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Projektleitung

Dr. Karl Blum
Leiter Geschäftsbereich Forschung
Vorstand, Deutsches Krankenhausinstitut e.V.
Geschäftsführer, Deutsches Krankenhausinstitut GmbH