Die Entwicklung des stationären somatischen Versorgungsbedarfs bis zum Jahr 2015als Basis der Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen

Beginn: Oktober 2010

Ende: Oktober 2010

Abgeschlossenes Projekt


Methode

Die entscheidenden Determinanten für die zukünftige Nachfrage nach Krankenhausleistungen stellen neben der Veränderung der Bevölkerung nach Zahl und Struktur die Veränderungen der Morbidität in Form der epidemiologischen Entwicklung und sonstiger Faktoren (z.B. medizinisch-technischer Fortschritt) dar. Auf der Basis einer differenzierten Analyse der derzeitigen Krankenhausinanspruchnahme erfolgt eine Prognose der stationären Fallzahlen nach Alters-und Diagnosegruppen für das Jahr 2015. Hierbei werden zwei Einflussfaktoren zunächst getrennt betrachtet, nämlich die Wirkung der sich bis 2015verändernden demographischen Zusammensetzung der Bevölkerung sowie die Wirkungen der altersgruppenspezifischen Änderungen in der Krankenhaushäufigkeit. Die Kombination beider Einflussfaktoren führt zu diagnose- und altersgruppen-spezifischen Fallzahlen für das Jahr 2015.Um die diagnose- und altersgruppenspezifischen Fallzahlen den Fachabteilungen zuzuordnen, wurde die Verteilung der Diagnosegruppen nach Altersgruppen auf die Fachabteilungen des Jahres 2008 zugrunde gelegt. Diese Prognose basiert auf einer Sonderauswertung der amtlichen Diagnosestatistik.8 Für die Ermittlung der Verweildauern für das Jahr 2015muss berücksichtigt werden, dass mit der Einführung des DRG-Systems und der Änderung des Kataloges „Ambulant durchführbare Operationen und sonstige stationsersetzende Eingriffe gemäß § 115 b SGB V“ Einmaleffekte in der Vergangenheit vorliegen, die die Verweildauerentwicklung der Jahre 2000 bis 2004maßgeblich beeinflusst haben. Eine reine Trendfortschreibung der Verweil-dauern würde diese einmaligen Vorgänge fortschreiben und käme damit zu zwar mathematisch richtigen, aber inhaltlich zweifelhaften Ergebnissen. Stattdessen wird der Zeitraum 2004 bis 2008 als Referenzzeitraum ausgewählt. Auch in diesem Zeitraum sanken die Verweil-dauern. Aber die Anpassung der Krankenhäuser an das DRG-System und den AOP-Katalog war schon erfolgt. Die jahresdurchschnittliche Veränderungsrate 2004 bis 2008wird diagnose- und altersgruppenspezifisch ermittelt. Diese Veränderungsrate wird für die Ermittlung der jeweiligen Verweildauer des Jahres 2015 zugrunde gelegt.Die Zahl der Pflegetage je Fachabteilung ergibt sich aus der multiplikativen Verknüpfung der prognostizierten diagnosegruppen-, altersgruppen- und fachabteilungsspezifischen Fallzahlen mit den jeweiligen Verweildauern.Der Auslastungsgrad der Fachabteilungen stellt eine normative Größe dar. In diesem Gutachten wird die Methodik verwendet, wie sie im Krankenhausplan 2001 des Landes Nordrhein-Westfalen zum tragen kam, also ein verweildauerinduzierter Auslastungsgrad. Fachabteilungen, die vom medizinischen Spektrum her gesehen überwiegend Patienten mit einer geringen Verweildauer behandeln, wird ein geringerer Auslastungsgrad zugeordnet als Fachabteilungen mit überwiegend Langliegern. Durch die Anwendung der angenommenen Auslastungsgrade auf die ermittelten Pflegetage ergeben sich die Bettenzahlen je Fachabteilung für das Jahr 2015.


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