PopGroup – Entwicklung eines bevölkerungsbezogenen Klassifikationssystems

Beginn: April 2021

Ende: März 2024

Aktuelles Projekt

Auftraggeber:

Das Projekt wird mit Mitteln des Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) gefördert

Konsortialleitung:

BARMER Institut für Gesundheitssystemforschung (bifg), aQua-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen, Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi), Deutsches Krankenhaus Institut (DKI)


Hintergrund

Eine wesentliche Voraussetzung zur Verbesserung der Bedarfsgerechtigkeit der Gesundheitwversorgung ist die Kenntnis der Verteilung der Morbidität bzw. des Versorgungsbedarfs der Bevölkerung. In Deutschland existieren bisher jedoch keine Analyseinstrumente, die den Versorgungsbedarf sektoren-, krankheits- und periodenübergreifend sowie regional abgrenzbar bestimmen. International hingegen wird der Versorgungsbedarf häufig mithilfe von bevölkerungsbezogenen Klassifikationssystemen ermittelt.


Ziel

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines bevölkerungsbezogenen Klassifikationssystems zur Messung des regionalen Versorgungsbedarfs (PopGrouper). Die Messung erfolgt dabei sektorenübergreifend auf Basis ambulanter und stationärer Versorgungsdaten (Routinedaten der Krankenkassen). Der PopGrouper bietet eine empirische Grundlage für die Entwicklung einer sektorenübergreifenden, leistungsbezogenen, bedarfs- und qualitätsorientierten Planung der Versorgungsstrukturen und -prozesse. Daneben kann er ggf. zur Evaluation von Interventionen (normative Vorgaben wie Gesetze, Richtlinien, Verträge, neue Versorgungsformen und –prozesse) und – in modifizierter Form – als Aufgreifinstrumentarium für das Case Management genutzt werden.


Methode

Der methodische Gruppierungsansatz soll so gewählt werden, dass medizinisch sinnvolle Gruppen (und Subgruppen) gebildet werden, die insbesondere auch Multimorbidität berücksichtigen. Der PopGrouper wird anschließend hinsichtlich folgender Anwendungsgebiete erprobt: regionale Vergleiche von Qualität und Effizienz (Benchmarkinganalysen) sowie eine hierauf aufbauende Versorgungsstrukturplanung in der stationären Versorgung (Krankenhausplanung) und im ambulanten Bereich (Bedarfsplanung).

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