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Erfassung der Häufigkeit bildgebender Diagnostik im stationären Bereich

Auftraggeber: Bundesamt für Strahlenschutz

Bearbeiter: Dr. Matthias Offermanns

Beginn: Februar 2014

Ende: April 2017

Hintergrund

Die Röntgenverordnung schreibt die regelmäßige Ermittlung der Strahlenexposition der Bevölkerung und ausgewählter Bevölkerungsgruppen vor. Sie setzt damit die Patientenschutzrichtlinie der Europäischen Union um Die ermittelten Daten dienen als Grundlage für Entscheidungen zur Reduzierung der Strahlenexposition durch medizinische Maßnahmen. Um diesen Aufgaben in vollem Umfang gerecht zu werden, sind qualitativ hochwertige Ausgangsdaten für den stationären Bereich erforderlich.

Methodik

Das Ziel des Projektes war die Erfassung der Häufigkeit bildgebender Diagnostik im stationären Bereich. Durch einen Mix aus Primärerhebungen, Sekundärdatenanalysen und Hochrechnungen wurde die Häufigkeit der bildgebenden Diagnostik für 2012 ermittelt. Es wurde ein Konzept für einen regelmäßigen Datentransfer entwickelt, der verschiedene Datenquellen nutzt.

Ergebnisse

Für die Allgemeinkrankenhäuser zeigt sich, dass es für die Leistungen der bildgebenden Diagnostik, für die es keine OPS-Codes gibt, zum Stichprobenansatz ausgewählter Krankenhäuser keine Alternative gibt. Die Kalkulationsdaten der Kalkulationskrankenhäuser wurden verwendet, um Hochrechnungen für alle stationären Patienten durchzuführen

Für ausgewählte Leistungen der bildgebenden Diagnostik liegen OPS-Codes vor. Die Allgemeinkrankenhäuser sind im Rahmen des Abrechnungsverfahrens verpflichtet, u.a. diese Codes dem Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus zur Verfügung zu stellen. Im Zuge der Begleitforschung zum DRG-System wertet das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus diese Daten aus und veröffentlicht die Auswertungen.

Für die Psychiatrischen Fachkliniken und den Rehabilitationseinrichtungen gibt es keine Alternative zu einer Primärerhebung. Durch Repräsentativerhebungen in den Psychiatrischen Fachkliniken bzw. den Rehabilitationseinrichtungen wurde ein Mengengerüst ermittelt, welches hochgerechnet wurde.

Die nachfolgende Tabelle enthält die hochgerechneten Ergebnisse für die Allgemeinkrankenhäuser, die Psychiatrischen Fachkliniken und die Rehabilitationseinrichtungen.

Bildgebende Diagnostik

Allgemein-krankenhäuser

Psychiatrische Krankenhäuser

Rehaein-richtungen

Insgesamt

Konventionelles Röntgen

17.029.930

219.373

309.492

17.558.795

Computertomographie

4.709.274

65.257

28.948

4.803.479

Magnetresonanztomographie

1.696.235

65.564

1.815

1.763.614

Ultraschall

758.161

27.174

693.356

1.763.614

Insgesamt

24.193.600

377.368

1.033.611

25.604.579

Literatur

Hier können Sie die Studie als pdf-Datei herunterladen.