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Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Krankenhäuser in Thüringen

Auftraggeber: Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen e.V.

Bearbeiter: Dr. Matthias Offermanns

Beginn: November 2014

Ende: April 2015

Hintergrund

Krankenhäuser dienen in erster Linie der Sicherung der stationären medizinischen Versorgung. Gleichzeitig haben sich Krankenhäuser immer mehr zu regionalen Wirtschaftsunternehmen mit erheblicher Wirtschaftskraft entwickelt. Auf Grund der vielfältigen Beziehungen zu Lieferanten und Dienstleistern geht von diesem eine nennenswerte Nachfrage nach Gütern und Leistungen aus. In einem Flächenland wie Thüringen mit unterschiedlicher wirtschaftlicher Regionalstruktur sind in den ländlichen Regionen oftmals die Krankenhäuser die größten Arbeitgeber am Ort.

Methodik

Methodisch wurden folgende Effekte untersucht und die Auswirkungen berechnet:

  • direkte Effekte,
  • einkommensinduzierte Effekte und
  • indirekte Effekte.

Während es bei den direkten Effekten um die wirtschaftlichen Impulse geht, die von den Krankenhäuser selber ausgehen, beziehen sich die indirekten Effekte auf die regionale Nachfrage der Krankenhäuser nach Gütern und Dienstleistungen. Die einkommensinduzierten Effekte entstehen durch die Konsumausgaben der in den Krankenhäusern beschäftigten MitarbeiterInnen.

Die Ermittlung der verschiedenen Effekte basiert ausschließlich auf veröffentlichte Daten für das Jahr 2012 für die Allgemeinkrankenhäuser in Thüringen.

Ergebnisse

Die Wertschöpfung der Allgemeinkrankenhäuser in Thüringen summiert sich über alle drei Effekte zu einem Volumen von 2.8 Milliarden Euro. Die Krankenhäuser erwirtschaften somit direkt, indirekt und einkommensinduziert rd. 6,3% der Wertschöpfung in diesem Bundesland.

Alle Krankenhäuser in Thüringen beschäftigten 2012 insgesamt 30.385 Personen. Das entspricht rd. 3 % aller Erwerbstätigen in Thüringen. Die Krankenhäuser gehören durchweg zu den großen Arbeitgebern in Thüringen.

Darüber hinaus sichern sie über die einkommensinduzierten Effekte weitere rd. 29.000 Erwerbstätige. Über die indirekten Effekte werden knapp 4.000 Erwerbstätige beschäftigt.

Fazit

Vergleicht man den Wertschöpfungsanteil und den Erwerbstätigenanteil der Krankenhäuser, so zeigt sich, dass die Krankenhäuser in Thüringen im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen hoch produktiv sind.

Die Allgemeinkrankenhäuser in Thüringen leisten somit, sowohl was die Wertschöpfung als auch die Beschäftigung anbelangt, einen großen Beitrag für den Wirtschaftsstandort Thüringen.

Literatur

Hier können Sie die Studie als pdf-Datei herunterladen.