neu

Pressemitteilung: DKG fordert Überarbeitung der G-BA-Richtlinie für Früh- und Reifgeborene

Starre Personalvorgaben gefährden die Versorgung
12.10.2016

Berlin, 12. Oktober 2016 – Ab Januar 2017 müssten die 231 Perinatalzentren Personalvorhaltungen erfüllen, für die aufgrund der Arbeitsmarktsituation definitiv eine objektive Unmöglichkeit festzustellen ist. „Dieses Ergebnis der Umfrage des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) in den Zentren macht eine Änderung der G-BA-Richtlinie, die diese Vorgabe macht, dringend erforderlich“, erklärt Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

Die Richtlinie sieht Personalvorhaltungen in der neonatologischen Intensivpflege vor, die keines der Zentren so erfüllen kann, dass die Versorgung auf rechtlich gesicherter Grundlage weiter möglich ist. Die Kliniken müssten flächendeckend die Aufnahme von Notfallgeburten verweigern, um nicht gegen die Vorgaben des G-BA zu verstoßen. Aufgrund der jüngsten Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes gelten die G-BA-Richtlinien als zwingend einzuhaltende Rechtsvorgaben. Wenn die Kliniken mehr Frühchen versorgen müssen als die Personalschlüssel für jede Tages- und Nachtzeit mit einem 1:1-Verhältnis (ein Frühchen = eine Intensivpflegekraft) vorschreiben, ist die Behandlung rechtswidrig. Die Kliniken können als Helfer in der Not nicht in die Haftung für Personalausstattungsnormen genommen werden, die  mit solchen weltweit höchsten Sanktionsmechanismen nirgendwo existieren. Die Richtlinie des G-BA muss rechtzeitig noch in diesem Jahr so geändert werden, dass die Versorgung der ca. 6.500 Frühchen auch in Zukunft rechtssicher möglich ist.

Die Pressemitteilung finden Sie auch hier.

PRESSESTELLE
Joachim Odenbach
Telefon +49 30 39801-1020
Holger Mages
Telefon +49 30 39801-1022
Dagmar Vohburger
Telefon +49 30 39801-1023
Rike Stähler
Telefon +49 30 39801-1024
SEKRETARIAT
Stephanie Gervers
Telefon +49 30 39801–1021
Fax +49 30 39801–3021
E-Mail pressestelle@dkgev.de
Wegelystraße 3
10623 Berlin